BLINK BLINK… wer hat den Höchsten? Alles über Leuchttürme!

BeSeaside_Leuchtturm_Westerheversand(SeasideStories)  Sie sind nahezu magische Anziehungspunkte, ragen aus der üblichen Strandlandschaft  heraus, prägen ganze Stadtbilder und sind der Inbegriff der Seelandschaft. Und ein wahrer Lebensretter für Seemänner. Doch wer hat den höchsten Leuchtturm?

Vorläufer der heute oftmals rot-weiß gestreiften Leuchttürme gibt es schon seit Jahrhunderten. Es gibt unzählige Geschichten rund um die Lichthäuser, etliche Anekdoten und aufgrund ihrer prägnanten Erscheiunung und dem mit ihnen verbundenen Urlaubs-Feeling dürfen sie auch in keinem Fotoalbum des letzten Seeurlaubs fehlen. Man könnte stundenlang über die gemalten, geknipsten oder in Erinnerung gebliebenen Leuchttürme schnacken – doch hier soll es um wahrlich herausragende Fakten gehen:

Wer hat nun den Höchsten? Es tut mir leid, liebe Küstenbewohner in Deutschland: Eure Leuchtfeuer können es mit ihrer Länge nicht mit dem Leuchtturm in Dschidda (Jeddah) aufnehmen. Der Turm in der saudi-arabischen Hafenstadt am Roten Meer ragt mit seinen 140 Meter Höhe selbst in einer Region mit Bauwerken der Superlative heraus. Auch europaweit liegen wir Deutsche hinter der Konkurrenz: In der Bretagne weist auf der kleinen Insel Lilia ein Leuchtturm mit einer Höhe von 82,5 Metern Seefahrern den Weg. Der Leuchtturm in Campen (Greetsiel, Ems-Mündung) ist rund 20 Meter kleiner als sein französischer Bruder, doch mit 62 Meter ist er der Größte seiner Art in Deutschland. Touristen können das dreibeinige Gebilde sogar besichtigen – was einen grandiosen Ausblick garantiert. Neben diesen reinen Leuchttürmen ist auf dem Maritim-Hotel in Travemünde ein Leuchtfeuer angebracht, mit 114 Meter Höhe das höchste seiner Art in Europa. Einer der kleinsten Wegweiser in Europa ist das Leuchtfeuer Bunthaus auf der Hamburger Elbinsel Wilhelmsburg. Bis 1977 konnten sich Seefahrer auf der Elbe auf das 6,95 Meter große Türmchen verlassen!Manistique_Lighthouse

Seit wann gibt es Leuchttürme? Seit es die Sieben Weltwunder gibt – oder besser gesagt: Noch länger. Der Leuchtturm von Alexandria, der aufgrund seiner Destination auf der kleinen Insel Pharos auch Pharos von Alexandria genannt wird, ist Mitglied im erlauchten Kreis der historischen Weltwunder. Auch wenn es ihn heute nicht mehr gibt, prägte er mit seiner innovativen Art die Seefahrt für immer. Fertig gestellt wurde der zwischen 115 und 160 Meter hohe Koloss nach rund 20-jähriger Bauzeit im Jahr 282 vor Christus, von da an wies er Schiffen den sicheren Weg in die von Riffen gespickte Hafeneinfahrt von Alexandria. Nach mehreren Erdbeben im 14. Jahrhundert war der erste Leuchtturm seiner Art schließlich zerstört.

Wofür gibt es eigentlich Leuchttürme? Schon früh suchte man nach Möglichkeiten, Seefahrer auch bei widrigen Bedingungen den Weg in den Heimathafen zu leuchten, damit Riffe und Sandbanken den Weg der Matrosen nicht aufhalten. Ursprünglich erleuchtete Fackeln und kleine Feuer wurden mit der Zeit abgelöst von den Türmen, in denen ein Leuchtfeuer brannte. Mit neuer Technik wurden die Feuer ersetzt von Lichtsignalen in den Türmen. Heutzutage dienen die Bauwerke, die Landschaften prägen, noch als Absicherung für die Seefahrer, die im Falle eines GPS-Ausfalls sich an den Lichtsignalen orientieren können. Es wurden im Namen der Sicherheit der Seefahrer ganze Inselbesitze verschoben: Hamburg bekam im Jahr 1299 die Insel Neuwerk, um sie mit einem Leuchtfeuer auszustatten – noch heute ist sie Teil des Bezirks Mitte der Hansestadt.

Egal ob klein, groß, aus Steinen erbaut oder ein metallenes Dreibein: Leuchttürme haben eine ungebrochene Faszination. Sie weisen Schiffen den Weg, halten sie fern von der Küste – und ziehen uns doch magisch an!

Lasst euch auch in der nächsten Woche den richtigen Weg weisen.

Jan Hendrik Cross & BeSeaside

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