Von Algenintoleranz zum Algentartar – Der Grünkohl der Meere!

BeSeaside AlgensalatWir kennen alle das glitschige „Igitt!“ am Strand..  das „Lecker!“ dagegen wenn ES (oder SIE) auf dem Teller liegt, ist vielen noch unbekannt oder gar nicht ganz geheuer.. dabei klingt „Algentartar“ oder „Meeres-Spaghetti“ doch wirklich geschmackvoll! ..  einigen Vertretern sagt man sogar magische Kräfte im Kampf gegen Cellulite nach …hört, hört.
Die Rede ist von.. der Alge! Sie liegt beinahe an jedem Strand herum, mal frisch grün leuchtend & eben angeschwemmt, mal eher dunkel-ruppig, fad und streng riechend  – so oder so.. sie gehört zur Küstenwelt und immer häufiger auch auf den Teller.. und auf die Haut! Und damit ist uns hier & heute die Alge eine kurze Geschichte wert:

Die Alge & die Wüste: es gibt sie in ganz klein und mächtig gross (meterlange Tange), man kennt ca. 25.000 Algenarten. Grob lassen sich die meisten Algen in Grünalgen, Braunalgen, Rotalgen und Mikroalgen einteilen. Spannend: Algen sind Überlebenskünstler und können sich an extreme Bedingungen anpassen, leben auf Steinen, kommen aber auch im Eis sowie auch in der Wüste vor – wer hätte das gedacht?

Auf dem Teller: Algen (alternativ auch „Seetang“ genannt) gab es im Meer schon immer… auf dem Teller seit ungefähr dem 8. Jahrhundert. Vor allem in Ostasien gehören sie seitdem zum festen Bestandteil von Suppen, Salaten und Sushi-Röllchen (z.B. Nori, Kombu, Wakame). In Europa gilt Wales als HotSpot der Algen-Kulinarik, der Genuss von „Laver Bread“ ist dort seit Jahrhunderten weit verbreitet. Wer´s mal selber probieren möchte: Leckere Algen-Rezepte gibt´s z.B. bei Essen & Trinken oder bei Chefkoch.de .

Alge is(s)t gut! Kommt aus dem Wasser und ist zu 90% aus Wasser, wen wundert´s?… daneben noch etwas Eiweiss und auch Iod, vor allem wenig Fett…dazu die Vitamine A, B, K, Spurenelemente und Eisen .. ergeben eine echte Gesundheitspackung, die auch in der Kosmetik zunehmend Beachtung und Begeisterung findet: die entgiftende Wirkung sowie die Fähigkeit zum Schutz und zur Feuchtigkeitsregulierung der Haut scheinen überzeugend zu sein.

Das auch noch: nachhaltig! Man kann sie nicht nur essen, Algen werden auch zu Brennstoffen vearbeitet, als Lieferant für Biogas-Anlagen genutzt und zur Gewinnung von „Feinchemikalien“ eingesetzt. Genug scheint in jedem Fall da zu sein.. allein in China umfasst die jährliche Ernte ca. 3 Millionen Tonnen.

Wo gibt´s die Alge – ausser am Strand? Um die Ecke: im chinesischen oder asiatischen Supermarkt, beim Fischhändler, im Supermarkt an der Fischtheke. Und auf Sylt… dort kostet ein Kilogramm Sylter Alge zwischen sechs bis 10 Euro (Sylter Algenfarm).

Die Alge – ugly (sometimes) but healthy & tasty….

Viel Freude damit, am Strand und auf dem Teller, wünschen

Christof Kroczek & BeSeaside

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